Künstliche Befruchtung: Welche Vor- und Nachteile hat die künstliche Befruchtung mit tiefgefrorenen (kryokonservierten) gegenüber frisch befruchteten Eizellen oder Embryonen?
Themennummer:
317
Status:
Auswahlverfahren läuft
Vorschlagszeitraum:
08/2025 bis 07/2026
Ressort / Bereich:
Versorgung und Leitlinien
Anwendungsgebiet:
Fortpflanzung und Geburt
Eine künstliche Befruchtung kann infrage kommen, wenn Menschen mit Kinderwunsch unter einer Fruchtbarkeitsstörung leiden. Außerdem ermöglicht sie alleinstehenden Frauen oder homosexuellen weiblichen Paaren ein Kind zu bekommen. Zur künstlichen Befruchtung gibt es verschiedene Verfahren. Bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) beispielsweise werden der Frau Eizellen entnommen. Zuvor ist es nötig, die Eierstöcke der Frau durch eine Hormonbehandlung anzuregen, um in einem Zyklus mehrere reife Eizellen gleichzeitig freizugeben. In einem Labor werden dann die Spermien des Mannes mit den Eizellen zur Befruchtung zusammengebracht. Wenn die Befruchtung erfolgreich war und sich die Eizellen weiterentwickeln, setzt die Ärztin oder der Arzt nach einigen Tagen höchstens drei Embryonen in die Gebärmutter ein. Falls sich darüber hinaus befruchtete Eizellen oder Embryonen entwickelt haben, können diese tiefgefroren (kryokonserviert) oder vernichtet werden. Kryokonservierte Embryonen oder befruchtete Eizellen können in einem späteren Zyklus aufgetaut und eingesetzt werden, wenn die erste Übertragung nicht erfolgreich war. Das Verfahren der künstlichen Befruchtung unterliegt den Regeln des Embryonenschutzgesetzes sowie weiteren Bestimmungen. Es stellt sich die Frage, welche Vor- und Nachteile das Einsetzen kryokonservierter gegenüber frisch befruchteter Eizellen oder Embryonen hat.