Das Herbst-Symposium
Low-Value Care im Fokus: Erkenntnisse und Handlungsoptionen
Jetzt anmelden zum IQWiG-Herbst-Symposium am 20. November 2026 in Köln!
Der Kostendruck im Gesundheitssystem steigt, das Thema Low-Value Care wird dadurch dringlicher: Wie aber lassen sich medizinische Leistungen, die für Patientinnen und Patienten wenig oder keinen Nutzen bieten und unnötig Ressourcen beanspruchen, überhaupt systematisch identifizieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen IQWiG-Herbst-Symposiums.
Im ersten Block geht es um Evidenz und wissenschaftliche Grundlagen: Verena Vogt, Professorin für Quantitative Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Jena und Mitglied der FinanzKommission Gesundheit, zeigt, wie man Low-Value Care mit GKV-Routinedaten misst. Simone van Dulmen vom Radboud University Medical Center in Nijmegen berichtet über Erfahrungen aus den Niederlanden. Jean-François Chenot, Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Greifswald, spricht über das Spannungsfeld zwischen praktischer Vernunft, Evidenz und regulatorischen Vorgaben.
Im zweiten Teil beleuchten die Referenten Low-Value Care aus verschiedenen Perspektiven: Franz Knieps, langjähriger Vorstandsvorsitzender des BKK Dachverbandes, erläutert die gesetzliche Sicht. Gregor Bornes vom Gesundheitsladen Köln schildert die Perspektive der Patientinnen und Patienten, Matthias Wilken vom BPI die der Pharmaindustrie. Claudia Spies von der Berliner Charité spricht über die Grenzen von Low-Value Care bei Schwerkranken.
Den Abschluss bildet ein moderierter Dialog mit allen Speakern sowie eine Abschlussdiskussion mit Einbindung des Publikums zu konkreten nächsten Schritten auf dem Weg von der Identifikation zur Reduktion von Low-Value Care in Deutschland.
Programm | Freitag, 20.11.2026
| ab 12:00 Uhr | offenes Onboarding mit Snacks und Getränken |
| 12:30 – 12:40 Uhr | Begrüßung im Plenum Institutsleitung IQWiG und Moderatorinnenteam urban & saal |
| 12:40 – 13:10 Uhr | Prof. Dr. Verena Vogt – Universität Jena Low-Value Care mit GKV Routinedaten messen: Status quo und Perspektiven |
| 13:10 – 13:40 Uhr | Dr. Simone van Dulmen – Radboud University, Niederlande Challenges and opportunities to reduce low-value care. Lessons from the Netherlands. |
| 13:40 – 14:10 Uhr | Prof. Dr. Jean-François Chenot – Universität Greifswald Praktische Vernunft, Evidenz und regulatorische Vorgaben: Manchmal ein Widerspruch. |
| 14:10 – 15:00 Uhr | Mittagsimbiss |
| 15:00 – 15:20 Uhr | Franz Knieps – Senior Adviser Die Perspektive des Gesetzgebers |
| 15:20 – 15:40 Uhr | Gregor Bornes – Gesundheitsladen e.V. Die Perspektive der Patient*innen |
| 15:40 – 16:00 Uhr | Prof. Dr. Claudia Spies – Charité Universitätsmedizin Berlin Grenzen von ökonomischer Betrachtung / Low-Value Care bei Schwerkranken |
| 16:00 – 16:20 Uhr | Dr. Matthias Wilken – BPI e.V. Die Perspektive der Pharmaindustrie |
| 16:20 – 16:45 Uhr | Kaffeepause |
| 16:45 – 17:45 Uhr | moderierter Dialog mit allen Speakern Abschlussdiskussion: Was sind die konkreten nächsten Schritte von der Identifikation zur Reduktion von Low-Value Care in Deutschland? |
| 17:45 – 18:00 Uhr | Zusammenfassung und Verabschiedung Institutsleitung IQWiG und Moderatorinnenteam urban & saal |
| 18:00 – 23:00 Uhr | Abendveranstaltung mit Buffet und Drinks |
Aktuelle und kontroverse Aspekte aus Medizin und Gesundheitspolitik sind regelmäßig Thema in Köln, wenn das IQWiG sein jährliches Herbst-Symposium veranstaltet. Das Spektrum der Referentinnen und Referenten ist meist so breit wie das der Themen: Epidemiologen und Onkologinnen, Gesundheitsökonomen und Juristinnen referieren und diskutieren über Medizinthemen.
