Sodbrennen (Refluxkrankheit): Kann die Einnahme von Calciumpräparaten als Nahrungsergänzungsmittel das Risiko von Nebenwirkungen einer langfristigen Einnahme von Protonenpumpenhemmern reduzieren?

Themennummer:
302

Status:
Auswahlverfahren läuft

Vorschlagszeitraum:
08/2025 bis 07/2026

Ressort / Bereich:
Versorgung und Leitlinien

Anwendungsgebiet:
Verdauung, Stoffwechsel und Hormone

Thema:

Der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen ist in der Regel geschlossen. Er öffnet sich nur, wenn heruntergeschluckte Nahrung dort angelangt ist. Hat der Magen die Nahrung aufgenommen, verschließt er sich wieder, damit der Mageninhalt nicht zurückfließt. Nach üppigem Essen oder manchmal auch ohne erkennbaren Anlass kann sich der Verschluss öffnen und aufsteigender Magensaft reizt die Schleimhaut der Speiseröhre. Dies macht sich als Sodbrennen bemerkbar. Tritt das Sodbrennen sehr häufig und stark auf, nennt man dies Refluxkrankheit. Viele Menschen nehmen dann dauerhaft sog. Protonenpumpenhemmer, welche die Beschwerden lindern sollen. Nimmt man diese länger als ein Jahr, kann dies u. a. dazu führen, dass weniger Calcium aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Mögliche Folgen dieses Calciummangels können vermehrte Knochenbrüche oder ein erhöhtes Osteoporose-Risiko sein. Es stellt sich die Frage, ob die Einnahme von Calciumpräparaten als Nahrungsergänzungsmittel bei dauerhafter Einnahme von Protonenpumpenhemmern die Folgen eines möglichen Calciummangels reduzieren kann.

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