25.03.2026
IQWiG-Vorbericht zur lokal-hyperbaren Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußulkus liegt vor
Interessierte können bis zum 24.04.2026 Stellung nehmen.
Im Auftrag des Gemeinsame Bundesausschuss bewertet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Nutzen einer Behandlung von Patientinnen und Patienten mit diabetischem Fußulkus mit lokal-hyperbarer Sauerstofftherapie, die zusätzlich zur Standardwundbehandlung eingesetzt wird bzw. die die Standardwundbehandlung zum Teil ersetzt. Diese Nutzenbewertung erfolgt im Vergleich zu einer Standardwundbehandlung.
Ein diabetisches Fußulkus (DFU), eine Wunde am Fuß, ist eine häufige Folge des diabetischen Fußsyndroms (DFS). Zwischen 19 Prozent und 34 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus erkranken in ihrem Leben an einem DFU.
Das DFS stellt eine lebenslange, gefährliche Komplikation des Diabetes mellitus dar, beeinträchtigt die Mobilität sowie die Lebensqualität der Betroffenen und kann bei verzögerter oder ineffektiver Behandlung zum Verlust der Extremität führen.
Die nun vorliegenden vorläufigen Bewertungsergebnisse zur lokal-hyperbaren Sauerstofftherapie bei DFU veröffentlicht das IQWiG mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von allen Interessierten miteinzubeziehen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 24.04.2026.
Zum Ablauf der Berichterstattung
Das Projektthema geht auf einen Erprobungsantrag zurück, zu dem das IQWiG 2025 eine Potenzialbewertung erstellt hatte. Den Berichtsplan für dieses Projekt hatte das IQWiG am 01.10.2025 veröffentlicht. Schriftliche Stellungnahmen zum Vorbericht können bis 24.04.2026 eingereicht werden. Sofern diese Fragen offenlassen, werden die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. Im Anschluss wird der Abschlussbericht zum Projekt erstellt.