Ernährung über Magensonde: Ist die alleinige Nutzung der Auskultationsmethode zur Überprüfung der korrekten Lage von Magensonden zur Vermeidung von Komplikationen ausreichend?
Themennummer:
298
Status:
Auswahlverfahren läuft
Vorschlagszeitraum:
08/2025 bis 07/2026
Ressort / Bereich:
Versorgung und Leitlinien
Anwendungsgebiet:
Vorbeugung und Früherkennung
Eine Magensonde ist ein dünner, flexibler Schlauch, der durch die Nase oder den Mund in den Magen geführt wird. Sie wird zur Zufuhr von Nahrung benötigt, wenn eine Person durch bspw. Schluck- oder Kaustörungen nach einem Schlaganfall oder bei einer Bewusstseinsstörung selbst nicht ausreichend essen oder trinken kann. Die Magensonde kann beim Einführen unbemerkt in die Luftröhre oder Lunge gelangen. Kommt so Nahrung in die Atemwege, kann dies zu Atemnot oder einer Lungenentzündung führen. Um die Lage der Magensonde zu überprüfen, wird häufig die Auskultationsmethode verwendet. Hier wird Luft in die Sonde geführt und gleichzeitig der Bauchraum abgehört. Ein typisches „Blubbern“ weist auf die korrekte Lage der Magensonde hin. Zur Überprüfung der Lage werden zusätzlich weitere Methoden wie Röntgen oder die Bestimmung des pH-Werts der Magenflüssigkeit empfohlen. Es stellt sich die Frage, ob die Auskultationsmethode zur Überprüfung der Magensonde allein ausreicht, um Komplikationen zu vermeiden.