Dissoziative Krampfanfälle: Welche Art der Psychotherapie hilft am besten?

Themennummer:
294

Status:
Auswahlverfahren läuft

Vorschlagszeitraum:
08/2025 bis 07/2026

Ressort / Bereich:
Versorgung und Leitlinien

Anwendungsgebiet:
Psyche und Gemüt

Thema:

Bei dissoziativen Krampfanfällen verlieren Betroffene vorübergehend die Kontrolle über ihren Körper. Dies äußert sich durch Symptome wie Zittern, Ohnmacht oder starke Zuckungen bzw. Verkrampfungen. Anders als epileptische Anfälle haben dissoziative Krampfanfälle keine organische Ursache im Gehirn, sondern sind Ausdruck einer unbewussten Stressreaktion des Körpers z. B. infolge traumatischer Erfahrungen oder (anhaltender) belastender Situationen. Als erste Maßnahme dient die sogenannte Psychoedukation, die durch die verständliche Erklärung und Einordnung der Diagnose bereits zu einer Abnahme der Häufigkeit der Anfälle führen kann. Wenn Psychoedukation keine Verbesserung hervorrufen konnte, werden zur weiteren Behandlung psychotherapeutische Verfahren eingesetzt. Diese sollen u. a. dabei helfen, die Auslöser für die Anfälle zu erkennen. Zu den wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren zählen die kognitive Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die Psychoanalyse sowie die systemische Therapie. Es stellt sich die Frage, welches dieser Verfahren bei dissoziativen Krampfanfällen am wirksamsten ist.

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