Brotkrumenpfad

11.04.2018

Eine Analyse, die keine ist

IQWiG-Autor kritisiert Defizite einer vergleichenden Auswertung von AMNOG-Stellungnahmen

Ein Beitrag in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ) hat untersucht, ob und wie sich die Einschätzungen der mit der frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln betrauten Institutionen einerseits und die Stellungnehmenden aus Ärzteschaft und Wissenschaft andererseits unterscheiden. Demnach kommen die Fachgesellschaften meist zu anderen Ergebnissen als das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Dagegen sei die inhaltliche Übereinstimmung der Stellungnahmen der Arzneimittelkommission mit IQWiG und G-BA relativ groß.

In einem jetzt veröffentlichten Leserbrief stellt der stellvertretende Leiter des IQWiG, Stefan Lange, die Befunde infrage. Für eine wissenschaftliche Analyse hätten die Stellungnahmen inhaltlich aufbereitet werden müssen, was die Autoren aber gar nicht erst versucht hätten. Die Frage, warum sich zwischen wem welche Abweichungen in welcher Richtung zeigten, werde überhaupt nicht beantwortet. Zudem lasse die Methodik an vielen Stellen zu wünschen übrig.


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