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Studienlage erklären: Gesundheitsinformation.de

Evidenzbasiert und verständlich über Gesundheitsthemen informieren – das ist das Ziel von gesundheitsinformation.de, der Internetplattform des IQWiG für Bürgerinnen und Bürger. Die Website ist online seit 2006.

Aus knapp 50 Texten, mit denen es 2006 losging, sind heute über 1.100 geworden. Alle zwei Wochen erscheinen neue oder aktualisierte Inhalte auf der Website. Parallel dazu geht ein Newsletter an mittlerweile fast 10.000 Abonnenten. Die Texte, Grafiken und Filme von gesundheitsinformation.de stoßen von Jahr zu Jahr auf stärkeres Interesse. Die monatliche Anzahl der Nutzer kletterte von 42.000 im Startjahr auf 260.000 Besucher in 2013.

Gesetzlicher Auftrag

Der Auftrag, den das IQWiG mit dieser Internet-Plattform zu erfüllen hat, ist im Paragraphen 139a des SGB V knapp umschrieben:

„Bereitstellung von für alle Bürgerinnen und Bürger verständlichen allgemeinen Informationen zur Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung sowie zu Diagnostik und Therapie von Krankheiten mit erheblicher epidemiologischer Bedeutung.“

Das anspruchsvolle Ziel, für „alle“ Bürgerinnen und Bürger verständlich zu sein, lässt sich allerdings nur annäherungsweise und Schritt für Schritt erreichen. Denn manche Dinge in der Medizin lassen sich nicht beliebig vereinfachen.

Inhaltliche Konzeption

Die Themen stammen aus drei Bereichen: Zum einen erarbeitet das IQWiG Texte im Auftrag des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) und des Bundesgesundheitsministeriums, so etwa Merkblätter zu „Schwangerschaftsdiabetes“ oder „Ultraschall“. Des Weiteren erstellt es allgemeinverständliche Zusammenfassungen der IQWiG-Nutzenbewertungen. Der Kernbereich der Arbeit fußt allerdings auf dem so genannten Generalauftrag, den das Institut 2004 vom G-BA erhalten hat. Danach erarbeitet und aktualisiert es eigenständig einen umfangreichen Themenkatalog und stellt ihn auf gesundheitsinformation.de der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ziele für die nächsten Jahre

Mittelfristig möchte das IQWiG auf gesundheitsinformation.de über 200 bedeutsame Erkrankungen informieren. Dabei stehen die Krankheiten im Vordergrund, die in Deutschland am häufigsten Anlass sind, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Gemessen an der schier unendlichen Zahl der gesundheitlichen Fragen, auf die Kranke und Gesunde Antworten suchen, scheint die Zahl von 200 klein zu sein. Allerdings sind diese Erkrankungen für deutlich mehr als die Hälfte der Behandlungsanlässe in Deutschland verantwortlich. Und da es zum Konzept gehört, nach spätestens drei Jahren zu prüfen, ob die Informationen noch stimmen, ist mehr nicht machbar.

Dem Anspruch, aktuell zu bleiben, müssen sich allerdings alle Anbieter stellen, die „gute“ Informationen zur Verfügung stellen wollen. Sinnvoll ist es aus diesem Grund, sich mit anderen Anbietern evidenzbasierter Gesundheitsinformationen zu vernetzen, um sich gegenseitig zu ergänzen. Ziele für die nächsten zehn Jahre gibt es also genug.


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