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06.10.2017

RCT: Vielfältige Studiendesigns liefern verlässliche Evidenz auch zu Innovationen

Randomisiert kontrollierte Studien (RCT) sind weder innovationsfeindlich noch ein Gegensatz zu Beobachtungsstudien – inklusive der sogenannten „Real World“-Evidenz. Tatsächlich ermöglichen nur RCT einen fairen Vergleich von medizinischen Maßnahmen und liefern damit die verlässlichste Evidenz über Mehrwerte von Innovationen – zum Schutz für Patientinnen und Patienten. Denn nur durch die zufällige Zuteilung der Studienteilnehmer wird sichergestellt, dass sich bekannte und unbekannte Patientenmerkmale in den verschiedenen Studiengruppen gleich verteilen. Jede andere Verteilung würde dagegen zu verzerrten, weniger verlässlichen Studienergebnissen führen.

Die Vielzahl methodischer Varianten von RCT bietet heute auch bei hoher Innovationsdynamik pragmatische Wege, um zu robusten Studienergebnissen zum Nutzen und Schaden von medizinischen Verfahren und Produkten zu kommen. Einen aktuellen Überblick über die Möglichkeiten moderner Studiendesigns von RCT, die auch speziellen Forschungsfragen und klinische Rahmenbedingungen gerecht werden, liefern Stefan Lange, Stefan Sauerland, Jörg Lauterberg und Jürgen Windeler vom IQWiG in ihrer Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2017; 114(38): 635-40; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0635).


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